„Katastrophen“ bei der Leseschau!

Eingetragen am 9. November 2018 von | 0 Kommentare

Neuerscheinung: Heute ist ein sehr sehr süßes Buch erschienen. „Friedlindes Katastrophen“ von Marianna Posselt.

NEUERSCHEINUNG!

Heute ist ein sehr sehr süßes Buch erschienen. Ich habe es bereits mehrfach gelesen und es ist wirklich unglaublich witzig.

Die Autorin Marianna Posselt blickt sehr genau auf die Eigenheiten von Menschen und dem Alltag und hat mit der „Friedlinde“ eine Kunstperson geschaffen – in der sich jeder wieder findet. In 21 wundervollen Geschichten, die alle miteinander zusammenhängen erzählt Sie von Friedlindes Katastrophen…

Hier eine kleine Leseprobe:

Friedlinde hat ein Date 

Friedlinde findet es allmählich untragbar, dass man ihr auf Reisen überall die winzigen, schlecht gelüfteten toilettenfreien Einzelzimmer unterm Dach anbietet, und dass Weiblein mit Männlein, Weiblein mit Weiblein und Männlein mit Männlein stets bevorzugt werden. Auch was den Sitzplatz im Frühstückszimmer angeht. Da haben Weiblein mit Männlein sogar noch den Vorzug vor Weiblein mit Weiblein und Männlein mit Männlein. Demzufolge ist für Friedlinde eine bilaterale Nutzpartnerschaft mit einem andersgeschlechtlichen Menschen die beste Wahl.
Friedlinde gibt eine Partnersuchanzeige auf. Sie schreibt, dass es ein gutsituierter Herr im späteren Mittelalter sein muss, gebildet, reisefreudig und belesen, möglichst nicht mit einer chronischen Krankheit behaftet, auch sonst recht immunstabil, bewandert in verschiedenen Sprachen und so weiter. Humorvoll und gelassen soll er auch sein, damit er ihre Gesellschaft gut aushält.
Darauf bekommt sie hundert Zuschriften. Vielleicht auch nur fünfzig. Oder fünfzehn. Dabei sind neun von einsamen Gefängnisinsassen und einer von einem Gabelstapelfahrer. Nichts gegen die ehrenwerte Gilde der Gabelstapler­fahrer. Aber dieser hier schreibt sich Gabelstablerfarer. Somit kommen fünf in die engere Wahl. Einer ist geschieden mit drei Kindern. Einer hat zwei und ist getrennt lebend. Friedlinde beißt sich in den Allerwertesten, weil sie in der Anzeige nichts von familiär unabhängig geschrieben hat.
Damit bleiben Friedlinde noch drei würdige Bewerber. Einer schreibt allerdings nichts über sein Alter. Einer hat eine unleserliche Schrift. 
Friedlinde sieht es als einen Wink des Schicksals, dass 
tatsächlich ein passender Bewerber übrig bleibt. Er hat das richtige Alter, die richtigen Hobbys und macht schrift­mäßig einen gefestigten, sprich immun- und nervenstarken, Eindruck. 
Diesen erlesenen Herrn trifft Friedlinde…

Das Buch ist ab heute bei uns erhältlich!

Viel Spaß damit,
Eure Katalin

https://www.leseschau.de/Buch/Friedlindes-Katastrophen/115

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